Wachenheim

im Zellertal

Das Ehrenmal auf dem Wachenheimer Friedhof
 

Am Vormittag des 15. Juli 1928 wurde das Ehrenmal auf dem Wachenheimer Friedhof geweiht.

In der Grundsteinurkunde heißt es:
 

"In der Sitzung des Gemeinderates am 28. Februar 1925 wurde unter Vorsitz und auf Anregung des Bürgermeisters Philipp Rauschkolb beschlossen den Brüdern, die im großen Weltkrieg 1914 – 1918 ihr Leben für ihre Brüder, ihr Haus und Hof hingaben, auf Kosten der Gemeinde auch hier auf dem Friedhof ihres Heimatortes auf Wunsch ihrer Angehörigen, Kameraden und Freunde ein Denkmal aufzurichten, und damit das Gedächtnis ihres Heldentodes den gegenwärtigen und zukünftigen Geschlechtern lebendig zu erhalten."
 

Dieser Beschluss ist im Frühjahr 1928 ausgeführt, und das Denkmal nach dem Entwurf des Vorstandes des Hessischen Bauamtes Worms, Regierungsbaurat Gerlach, von der Firma Heinrich Schuler, Kirchheimbolanden gefertigt und aufgestellt worden.

Die Namen der Gefallenen sind sowohl auf dem zu dieser Urkunde beigelegten Blatte eingezeichnet, als auch auf dem von den fünf Gemeinden des Zellertales: Zell, Niefernheim, Harxheim, Wachenheim und Mölsheim auf dem „Schwarzen Herrgott“ gemeinsam errichteten Ehrenmal sowie außen an diesem Denkmal hier selbst eingegraben. Die gegenwärtige Urkunde ist von den Mitgliedern des Gemeinderats Wachenheim unterschrieben und am 24. Juni 1928 in den Stein des Denkmals eingelegt worden.

Wachenheim an der Pfrimm, den 24. Juni 1928.

Der Bürgermeister Philipp Rauschkolb, Beigeordneter Mayer; die Mitglieder des Gemeinderats: Andreas Würth; Gustav Decker; Karl Karbach; David Stoll; Karl Lüll; Fritz Guth; Philipp J. Kleinhans; Gerhard Strack; Georg Magsamen.

Möge auch dieses Ehrenmal die Erinnerung an unsere Gefallenen im Orte wach halten.



Gedenkstein mit den Namen der im 2. Weltkrieg Gefallenen und Vermissten Wachenheimer

Der Gemeinderat befasst sich am 7. November 1966 mit der Erweiterung des Ehrenmals. Es werden zwei Möglichkeiten diskutiert. Zum einen die Aufstellung gegenüber den Gräbern mit einem bereits bestehenden Gedenkstein für die am 20. März 1945 in der Wachenheimer Gemarkung gefallenen fünf deutschen Soldaten, zum anderen eine Aufstellung neben dem Gedenkstein von 1928. Mehrheitlich wird als Standort der den Soldatengräbern gegenüberliegende Bereich bestimmt. In einem Plan soll die Form des neuen Gedenksteines zunächst vorgestellt werden. Die Bezirksregierung in Mainz hatte hierzu einen Zuschuss in Höhe von 2.100 DM zur Verfügung gestellt.
 

Am 8. Februar 1967 werden zwei Gestaltungspläne von den Steinmetzmeistern Müller (Eselsfürth) und Schauss (Niefernheim) vorgestellt. Am 3. April 1967 wird die Gestaltung und Ausführung des Gedenksteines mit den Namen der Opfer der Jahre 1939 bis 1945 an die Firma Müller vergeben. Die Erstellungskosten belaufen sich auf 10.001 DM. Das Umfeld des Ehrenmals wird nach einem Ratsbeschluss vom 30. August 1967 durch einen Wormser Gartenbaubetrieb neu gestaltet.

Gedenkstein für die am 20.März 1945
in der Gemarkung Gefallenen:


Stabsgefreiter Josef Koringer

Gefreiter Reinhold Hauser
Obergefreiter Josef Kreisstadler
Obergefreiter Albert Wolf
Obergefreiter August Ermel

Wachenheim im Zellertal

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