Wachenheim

im Zellertal

Neubaugebiet in Wachenheim wird erschlossen

„In den Bachstaden III“ entstehen bis April 24 weitere Bauplätze

WACHENHEIM – Die Gemeinde Wachenheim soll in westlicher Richtung wachsen. Mit der Erschließung des Neubaugebietes „In den Bachstaden III“ möchte der Gemeinderat insbesondere jungen Menschen aus dem Dorf oder mit Bezug zur Zellertalgemeinde die Möglichkeit eröffnen, hier ihren Lebensmittelpunkt zu gestalten. Südlich der Pfrimm sollen insgesamt 24 Bauplätze mit einer Größe zwischen 420 und 600 m² entstehen, von denen 22 direkt durch die Gemeinde in den kommenden Jahren zum Verkauf angeboten werden.

Nachdem die archäologischen Ausgrabungen der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz auf der Fläche nach gut 18 Monaten abgeschlossen sind, kann nun mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden. Im Baugebiet sind zunächst ca. 280 Meter Schmutzwasserkanäle, Versorgungsleitungen für Strom, Wasser und Gas sowie Glasfaserleitungen zu verlegen. Außerdem müssen die Kanalhausanschlüsse mit Revisionsschächten hergestellt, eine Pumpwassersammelstation errichtet und die vorhandenen Versickerungsbecken angepasst werden. Anschließend erfolgen der Straßenbau und die Herstellung der Straßenbeleuchtung.

Mit den Arbeiten wurde die Firma Leonard Weiss GmbH + Co, KG aus Plankstadt in Baden-Württemberg als günstigster Bieter im Vergabeverfahren beauftragt. Die Kosten für die Erschließungsarbeiten belaufen sich auf rund 565.000 Euro. Davon entfallen 256.000 Euro auf die Abwasserbeseitigungsanlagen, 258.000 Euro auf den Straßen- und Wegebau, sowie 51.000 Euro auf die Tiefbauarbeiten der Versorger. Hinzu kommen die Planungskosten, die Kosten für Gutachten und den Bebauungsplan sowie der Kostenanteil der Gemeinde an den archäologischen Ausgrabungen.

Das Neubaugebiet umfasst eine Gesamtfläche von 2,11 Hektar, wovon jedoch letztlich nur 1,31 Hektar als Brutto-Baufläche gelten. 0,42 Hektar entfallen auf die Verkehrsflächen und 0,34 Hektar auf Eingrünungsmaßnahmen und den Gewässerrandstreifen an der Pfrimm. Der Bebauungsplan wurde erstmals im vereinfachten Verfahren nach § 13 b des Baugesetzbuches erstellt und nicht aus dem Flächennutzungsplan der VG Monsheim entwickelt.

Da es unter den aktuellen Rahmenbedingungen zunehmend schwieriger wird, Neubaugebiete auszuweisen und zu erschließen, möchte der Gemeinderat den Verkauf der 22 gemeindeeigenen Bauplätze über mehrere Jahre strecken. Außerdem wurden Kriterien festgelegt, die eine Spekulation mit dem knappen Bauland möglichst verhindern sollen. So kann ein Interessent höchstens einen Bauplatz erwerben und muss diesen innerhalb von fünf Jahren bezugsfertig bebaut haben. Eine Weiterveräußerung soll frühestens nach zehn Jahren möglich sein.

Zur möglichst objektiven Vergabe der Grundstücke hat der Gemeinderat ein Vergabegremium mit sechs Personen aus Rat und Verwaltung benannt. Interessenten können bei der Verbandsgemeinde Monsheim über die E-Mail-Adresse christine.deichelmann@vg-monsheim.de einen Bewerbungsbogen anfordern und dabei auch ihre Präferenzen für bis zu drei Grundstücke aus dem Lageplan benennen. Der Verkaufspreis der Bauplätze liegt zwischen 300 und 325 Euro / m².

„Wir sind froh, dieses Baugebiet trotz aller Schwierigkeiten und Verzögerungen realisieren zu können“, sagt Ortsbürgermeister Dieter Heinz, „denn wir müssen davon ausgehen, dass es in Zukunft immer schwieriger wird, weitere Bauflächen auszuweisen.“ Daher sei die Gemeinde beim Verkauf der jetzt entstehenden Bauplätze zu besonderer Sorgfalt verpflichtet. „Die Epoche des Einfamilienhauses auf einem 500 m² Grundstück geht zu Ende“, ist auch VG-Bürgermeister Ralph Bothe überzeugt. „Wir setzen daher – auch mit unserer Wohnungsbaugesellschaft – verstärkt auf neue Wohnformen im ländlichen Raum. Dazu zählen neben Miet- auch Eigentumswohnungen in Geschossbauweise, sowie die weitere Förderung von innerörtlichen Sanierungsmaßnahmen.“ Dennoch werde es auch künftig noch einzelne Neubaugebiete geben, wobei jedoch mit erheblichen Kostensteigerungen zu rechnen sei.

 

Bild: Die Erschließung des Neubaugebietes „In den Bachstaden III“ in Wachenheim hat begonnen und soll bis April 2022 abgeschlossen sein.

 

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