Wachenheim

im Zellertal

Ausstellung in Wachenheim zeigt Werke von Fotograf Özey Özmen

noch bis 17. September im Schlossgut Lüll

In Tänzerkreisen und darüber hinaus hat der in Bobenheim am Berg lebende Fotograf Özey Özmen, 1960 in Istanbul geboren und als Vierjähriger mit seinen Eltern nach Deutschland gekommen und hier aufgewachsen, einen ausgezeichneten Ruf. Mit dem Fotografieren begann der junge Özmen schon früh. Er fährt für eine Kreuzfahrtreederei zur See und nutzt jeden freien Moment, um die Schönheiten und Besonderheiten der bereisten Länder einzufangen und zu verarbeiten. Er folgt dieser Berufung und vervollständigt später seine bildgestaltenden Anlagen als Werbefotograf. Dabei entwickelt er sich zu einem Meister in der blitzschnellen bildlichen Erfassung und Gestaltung von Bewegungsabläufen.

Bis 17. September im Speicher des Schlossguts Lüll

Im Gespräch mit dem Künstler ist seine Faszination von Bewegungsabläufen und Körperbeherrschung, der Eleganz und Grazie von Tänzerinnen und Tänzern zu erkennen. Schlüsselerlebnis war für ihn dabei 2013 ein Zusammentreffen mit einer Gruppe von Tanzlehrern und Tanzschülern aus der Rhein-Neckar-Region. Bei diesem Treffen wurde das Projekt „Dance Ömotions“ ins Leben gerufen.

Seit Samstag ist bis zum 17. September nun das beeindruckende Ergebnis dieser Initiative im alten Speicher des historischen Schlossguts Lüll in Wachenheim zu besichtigen. Momentaufnahmen tänzerischer Kunst und Ausdrucksfähigkeit stehen zur Schau. Und die Besucher, bei der Vernissage am Samstag, viele aus dem Rhein-Main-Neckar-Raum, können viele positive Eindrücke aufnehmen. Nicht wie man vermuten könnte aus Bühnenauftritten, der Komfortzone tänzerischen Wirkens, sondern außerhalb davon. Der Reiz der vorgestellten Bildmotive liegt hierzu im Gegensatz, in Bereichen für jedermann erlebbar, in Marktplätzen, blühenden Feldern und Wiesen, an stillgelegten Bahnhöfen, im und am Wasser. Özey Özmen zeigt gezielt tänzerische Posen im Mehlstaub, ebenso wie in farblich berauschenden Sonnenuntergängen als Hintergrund. In allen Bildern ist die Spannkraft und der Schwung des Tanzes in vielen Phasen zu sehen, man möchte sagen zu spüren. Unter den großformatigen Bildern ist auch eine gestaltete Aufnahme aus dem über dem Zellertal stehenden Ehrenmal, mit Weitblick in die Rheinebene.

Özmen versucht in seinen Aufnahmen, Dynamik in Stillleben zu verwandeln und dabei die Emotionen nicht nur zu erhalten, sondern noch hervorzuheben und zu betonen.

Das Projekt, an dem Tänzer aller Altersgruppen mitgewirkt haben, läuft seit mehr als vier Jahren in Deutschland. Die Arbeiten werden nach Aussage des Künstlers erstmals in Wachenheim ausgestellt. Im nächsten Jahr startet Özmen ein Ergänzungsprojekt „Ömotions goes Europe“ mit Tänzerinnen und Tänzern aus den europäischen Metropolen, auf das man gespannt sein darf.

Bei der Vernissage sorgte das Bobenheimer Duo „Con Timpano“, Angelika und Walter Eckfelder für die musikalische Einleitung. Die Tänzerinnen und Tanzpädagoginnen Maya Busse, Juliane Rose und Magdalene Anderson, auch auf der Bühne im Nationaltheater Mannheim zu sehen, zeigten live, was Tanzkunst ist.

Von Wolf-Dieter Egli

Wachenheim im Zellertal

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