Wachenheim

im Zellertal

„Kaviar trifft Currywurst“ in Wachenheim

BASF-Theatergruppe sorgt für Begeisterung 

Von Wolf-Dieter Egli

 Die Theatergruppe im Internationalen Mitarbeiterclub der BASF (IMC) verstand es vortrefflich, die Komödie „Kaviar trifft Currywurst“ einem begeisterten Publikum im Bürgerhaus vorzustellen. Das Stück ist das jüngste Werk der aus Darmstadt stammenden Autorin Winnie Abel, die auch für das ZDF tätig ist. In der urkomischen Verwechslungskomödie wurde der schöne Schein der Spitzengastronomie auf die Schippe genommen und zwar mit Wortwitz mit beachtenswertem Hintergrundsinn in den Dialogen. Zu Beginn erklang die allseits bekannte Melodie von der „kleinen Kneipe“ von Peter Alexander, die bei vielen Zuschauern Erinnerungen an die kleinen Lokale weckte.

Zum Stück: Zunächst herrscht Panik in der Eckkneipe „Zum warmen Würstchen“, die Erna Wutschke betreibt. Von ihrem neureichen Cousin Harry von Anhalt, der eine weltweite Reinigungskette betreibt und wortwörtlich in Geld schwimmt, hat sie sich vor Jahren ein Darlehen unter dem Vorwand, ein Edellokal zu eröffnen, erschlichen. Und der hat sich nun angekündigt. Das Speiseangebot in ihrer Kneipe ist allerdings eher bescheiden, die Gäste zeichnen sich mehr durch Trink- und Rauchfestigkeit als durch gute Manieren und Zahlungsmoral aus. Jetzt muss die bodenständige Erna plötzlich so tun, als sei sie eine Spitzengastronomin und ihr beschaulich trister Kneipenalltag steht Kopf.

Stammkundin Sandy, die sonst in der Kneipe ihren Frühschoppen einnimmt, muss in die Rolle der feinen Kundin schlüpfen. Ernas tollpatschiger Lebensgefährte Blümchen jagt als piekfeiner Kellner von einer Katastrophe in die nächste, der schweigsame Stammgast Heini Stumm weigert sich standhaft, seine Kneipe zu verlassen und Ernas missgünstige Nachbargastronomin Waltraud Schuster setzt ihr Ungeziefer im Lokal aus. Diese schleicht sich zudem als Spitzenköchin bei Erna ein und bringt das schnell gestaltete Edellokal an den Rand des Abgrunds.

Was folgt, ist ein rasantes, lustiges Verwechslungsspiel, bei dem schiefläuft, was nur schieflaufen kann. Mit vielen Ideen und Ausflüchten scheint es Erna trotzdem zu gelingen, ihren Cousin von dem „Edel-Lokal“ zu überzeugen. Doch als dieser dann auch noch eine Testerin vom Magazin „Der Feinschmecker“ ankündigt, bricht in Ernas vermeintlichem Edel-Restaurant das komplette Chaos aus. Ihr Bluff vom Edellokal fliegt gänzlich auf.

Aber wie könnte es anders sein bei Komödien: Es gibt ein versöhnliches Ende für Ernas Lokal. Doch zunächst wird noch der Restauranttesterin Frau von der Stepke übel vom Essen, das die eifersüchtige Nachbargastronomin Waltraud ihr serviert. Aber die Testerin ist nach der Übelkeitsattacke mit anschließender kurzer Erholung, einem Schnaps und dem Genuss einer Currywurst aus Ernas Küche wohlauf und preist die Wurst dann als die beste an. Der reiche Cousin ist zufrieden. Auch der Bürgermeister, der ursprünglich an Ernas Raucherlokal und der Currywurst zu mäkeln hatte, ist zufrieden und fühlt sich im Wahlkampf, in dem er sich gerade befindet, von Erna unterstützt.

Blümchen, Ernas Freund, erhält einen Job bei der Gemeinde und der das ganze Stück über stumm an der Theke herumsitzende Heini Stumm zeigt Leben und äußert sich erstmals: „Ich glaub, jetzt trinke ich noch einen.“ Die Zuschauer waren begeistert.

Quelle: WORMSER ZEITUNG vom 24. April 2018

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